Neuer Vorsitzender bei Südwestmetall in Ulm

Pressemitteilung vom 08.10.2020

Erstellt am: 08.10.2020

Peter Fieser: „Ich freue mich, gerade in dieser aktuell schwierigen Lage die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch aktiver mitgestalten zu können.“

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Diese Woche fand die Mitgliederversammlung der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ulm aufgrund der durch Corona geprägten Situation in etwas kleinerem Rahmen in den Räumen der Museumsgesellschaft in Ulm statt. Einstimmig wurde Peter Fieser, Mitglied des Vorstands der Hensoldt AG, zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Gerne nehme ich die Wahl und damit auch die Herausforderung an, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der aktuell unsicheren Lage mitzugestalten“, sagte Fieser. Corona hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung auf den verschiedensten Gebieten ist. „Die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Digitalisierungsprozess ist im Hinblick auf den Fachkräftemangel ein zentrales Thema“, so Fieser weiter.

 

Fieser löst damit Mario Trunzer, Geschäftsführer der Liebherr Werk Ehingen GmbH, ab, der seit 2014 Vorsitzender der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall war. Trunzer hatte sich für das Amt des Vorsitzenden nicht mehr zur Wahl gestellt. „In den vergangen sechs Jahren habe ich gerne die verbandliche Arbeit für unsere Branche geprägt. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie verzahnt Unternehmen miteinander arbeiten und wie wichtig ein verbandlicher Zusammenschluss in diesen Zeiten ist“, führte Trunzer aus.

 

Neu in den Kreis der Stellvertreter des Vorsitzenden aufgenommen wird Herr Oliver Wirth, Geschäftsführer der Bareiss Prüfgerätebau GmbH. Er löst damit Thomas Handtmann, Geschäftsführer der Albert Handtmann Holding GmbH & Co. KG ab, der seit 2008 zuerst Vorsitzender der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall war und in den letzten sechs Jahren die Position eines der beiden Stellvertreter übernommen hatte. Stefan Halder, Geschäftsführender Gesellschafter der Erwin Halder KG, wird weiterhin als Stellvertreter zur Verfügung stehen. Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm, sprach seinen Dank aus an die Herrn Handtmann und Trunzer für ihr Engagement in der verbandlichen Arbeit über viele Jahre. „Wir sind froh, solche engagierten Unternehmer in unseren Reihen zu haben. Dies ist für die Weiterentwicklung der Metall- und Elektroindustrie sehr wichtig“, führte Maier aus.

 

Im Hinblick auf die anstehende Tarifrunde verwies Fieser darauf, dass in der aktuell schwachen Konjunktur verbunden mit den durch Corona geprägten Unsicherheiten die Sozialpartner gefordert seien. „Wir brauchen tarifvertragliche Vereinbarungen, die Unternehmen bei den Kosten entlasten“, sagte Fieser. Die M+E-Industrie als globale Branche sei entscheidend von ihrer Wettbewerbsfähigkeit abhängig. „Die Tarifpolitik muss diesem Rechnung tragen“, so Fieser. Die Belastungen aus den vergangenen Tarifabschlüssen, bedingt durch hohe Lohnabschlüsse und den Forderungen nach mehr Freizeit, haben im Zusammenspiel mit der schlechter werdenden Konjunkturlage viele Betriebe an die Grenze der Belastung gebracht.

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung sprach Uwe Burkert, Chefvolkswirt und Leiter des Bereichs Research der LBBW über die aktuelle Lage und die Wirkungsweise von Krisen. Krisen wirken immer wie Katalysatoren. Bestimmte Vor-Corona-Trends, wie Digitalisierung, EU-Integration oder das Niedrigzinsumfeld werden sich beschleunigen, manche wie zum Beispiel Demographie oder Klima bleiben weiterhin wichtig. Daneben gibt es mit der Globalisierung aber auch abnehmende Trends. Derzeit überlagern sich strukturelle und konjunkturelle Entwicklungen, wodurch eine eindeutige Politik fast unmöglich wird. Unternehmen sind gezwungen, sehr flexibel zu sein, was die derzeitige Regulierungslage oft erschwert.

 

Info zu Südwestmetall:

SÜDWESTMETALL ist der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg. Er ist kompetenter Ansprechpartner für Arbeitgeber in arbeits- und sozialrechtlichen, tarifvertraglichen und sozialpolitischen Fragen. SÜDWESTMETALL ist Sprachrohr für seine Mitgliedsbetriebe gegenüber Gewerkschaft, Staat und Öffentlichkeit. Zusammen mit dem Sozialpartner vereinbart SÜDWESTMETALL in Tarifverträgen die Bedingungen der Arbeitsverhältnisse.

Durch praxisorientierte Schulungen vermitteln Juristen und Ingenieure von SÜDWESTMETALL Führungskräften und Mitarbeitern der Mitgliedsunternehmen aktuelle Kenntnisse der Gesetze, der Vorschriften aus dem Arbeits- und Sozialrecht und dem betrieblichen Arbeitsschutz.

Die Bezirksgruppe Ulm von SÜDWESTMETALL und des tarifungebundenen Unternehmensverbands Südwest betreut in der Region Ulm, Biberach, Alb-Donau und dem südöstlichen Teil Sigmaringens 135 Betriebe mit 58.695 Mitarbeitern.

 

 

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